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Intern
Institut für Hygiene und Mikrobiologie

Nationales Referenzzentrum für Meningokokken und Haemophilus influenzae

Seit 20 Jahren beherbergt das Institut für Hygiene und Mikrobiologie das NRL für Meningokokken, das 2008 um die Komponente H. influenzae ergänzt wurde. Die Integration von H. influenzae war aufgrund ähnlicher Muster beider invasiver Infektionen und der Strukturen des europäischen Labornetzwerks des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), das in der Regel beide Organismen umfasst, wichtig.
Das NRL konzentriert sich auf invasive Infektionen, behält aber stets die epidemiologische Bedeutung der asymptomatischen Übertragung im Auge. Zu dem Thema gab es in den letzten Jahren mehrere Veröffentlichungen. Ein weiterer Schwerpunkt des NRL, bei dem sowohl die Dichte an Laborerfassungen als auch die wertvolle Stammsammlung hilfreich ist, ist die Überwachung der Antibiotikaresistenz. Dabei wird stets die Notwendigkeit einer technischen Verbesserung der Bestimmung der minimalen Hemmkonzentrationen im Auge behalten.
Die Typisierung war in der gesamten Geschichte des NRL ein wichtiges Standbein, beginnend mit der Antigen-Sequenztypisierung, über die Nutzung des Potenzials der Multilocus-Sequenztypisierung bis hin zur Sequenzierung des gesamten Genoms in jüngster Zeit. Ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit Letzterem ist die integrierte molekulare Überwachung von Meningokokken-Erkrankungen, die in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut durchgeführt wird. Das RKI führt seit mehr als 15 Jahren einen Abgleich zwischen den NRL-Daten und den gesetzlichen Meldedaten durch. Derzeit werden Möglichkeiten erforscht, dies auch mit Genomdaten zu tun. Da das NRL alle Genomdaten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt (PubMLST), werden sowohl das RKI als auch das ECDC von dieser Entwicklung profitieren.
Schließlich ist das NRL das einzige Labor in Deutschland, das bakterizide Serumtests zur Bestimmung der Antikörperspiegel nach einer Meningokokkenimpfung anbietet, was für Risikogruppen wie Patienten, die Komplementinhibitoren erhalten, wichtig ist. Neben dem Routinedienst für externe Labore und Kliniken hat diese Technologie zu Kooperationen mit klinischen Partnern geführt.


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