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    Institut für Hygiene und Mikrobiologie

    Medizinische Doktorarbeiten am Institut für Hygiene und Mikrobiologie (IHM) der Universität Würzburg

    Die Vermittlung wissenschaftlicher Kompetenzen ist ein Kernziel des Medizinstudiums. Diese Kompetenz stellt auch im ärztlichen Alltag eine wichtige Grundvoraussetzung dar, z.B. wenn es um Recherchen zu seltenen Erkrankungen oder neuen Therapieoptionen geht, oder klinische Studien im Hinblick auf ihre Aussagekraft beurteilt werden müssen. Die medizinische Doktorarbeit ist für Studierende der Medizin und Zahnmedizin vielleicht die beste Möglichkeit, sich mit wissenschaftlicher Arbeit vertraut zu machen.

    Am Institut für Hygiene und Mikrobiologie können in den verschiedenen Arbeitsgruppen medizinische Promotionsarbeiten angefertigt werden. Unsere Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit einem breiten Spektrum an Themen, das von mikrobiologisch-infektionsbiologischer Grundlagenforschung bis hin zu angewandten Fragestellungen der medizinischen Mikrobiologie, Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene reicht. Wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren Themen und Arbeiten! Deswegen sind wir bemüht, allen Studierenden an unserem Institut eine gute wissenschaftliche Betreuung zu gewähren, damit sie ihre Doktorarbeit erfolgreich abschließen können.

    Studierenden der Medizin, die sich für eine Doktorarbeit an unserem Institut interessieren, möchten wir hier einen Leitfaden für das weitere Vorgehen an die Hand geben. Dieser ist als Hilfestellung bei Ihrer Suche nach einer Doktorarbeit gedacht und soll helfen, Frustration bei der Suche nach geeigneten Themen vorzubeugen.

     

    1.     Machen Sie sich ein Bild von ihren persönlichen Zielen, die sie mit einer Promotionsarbeit verfolgen!

    Doktorarbeiten, die am IHM angefertigt werden können, bringen eine erhebliche Mehrbelastung zusätzlich zum Studium mit sich. In aller Regel wird eine Vollzeittätigkeit im Rahmen eines Freisemesters und der angrenzenden Semesterferien erforderlich sein. Zusätzlich ist auch die Bereitschaft gefragt, außerhalb der normalen Arbeitszeiten und in der vorlesungsfreien Zeit an der Promotion zu arbeiten.

    Gerade bei experimentellen Arbeiten kommt es regelmäßig zu Rückschlägen – hier sind Frustrationstoleranz und Hartnäckigkeit nötig.

    Nicht zuletzt erfordert eine erfolgreiche Doktorarbeit auch eigene Ideen und Kreativität und die Bereitschaft, sich auch mit dem intellektuellen Hintergrund der Arbeit ausführlich zu beschäftigen – ein reines Abarbeiten von vorgegebenen Arbeitsschritten führt in der Regel nicht zum optimalen Ergebnis.

     

    2.     Denken Sie über die strukturellen Rahmenbedingungen für Ihre Promotionsarbeit nach!

    Die Lehrveranstaltung Hygiene, Mikrobiologie und Virologie findet im Rahmen des 5. Semesters statt. Der Besuch unserer Vorlesung und des Praktikums ist eine wichtige und gute Gelegenheit, um die unterschiedlichen Facetten des Fachs kennenzulernen. Gleichzeitig ermöglichen diese Veranstaltungen auch, die Arbeitsgruppenleiter am Institut persönlich kennenzulernen. Deswegen ist eine Kontaktaufnahme im Hinblick auf eine medizinische Promotion in der Regel während oder nach dem 5. Semester sinnvoll.

    Experimentelle Arbeiten oder anspruchsvolle Arbeiten aus der angewandten Forschung am IHM erfordern einen erhöhten Zeitaufwand und in aller Regel Vollzeitarbeit für ein Freisemester und die beiden angrenzenden Semesterferien. Um eine solche Arbeit neben dem Studium bewältigen zu können, müssen Sie in der Lage sein, die nötigen zeitlichen Freiräume zu schaffen. Wenn Sie die Prüfungen und Leistungsnachweise des normalen Semesters schon maximal fordern, raten wir von einer Promotion am IHM ab.

    Nicht-experimentelle Arbeiten am IHM erfordern häufig erhebliche IT-Kenntnisse und statistische Fähigkeiten. Sie können also nicht als einfacherer Ersatz einer aufwändigen experimentellen Arbeit angesehen werden.

    Eine besondere Chance sind Promotionsarbeiten im strukturierten Sti-pendienprogramm der GSLS. Informieren Sie sich über dieses Programm und werden Sie sich darüber klar, ob dieses Programm für Sie in Frage kommt – falls ja, schreiben Sie das auch in Ihre Bewerbung. Die Aufnahme in dieses Programm wird zunehmend zum Regelfall für Promotionen am IHM. Die Promotion an unserem Institut im Rahmen der GSLS gewährleistet eine exzellente wissenschaftliche Betreuung. Sie ist aber auch mit einem hohen Aufwand und großem persönlichen Engagement für die Betreuer verbunden.

     

    3.     Informieren Sie sich über die Arbeitsgruppen am Institut!

    Je spezifischer Ihre Anfrage bei einem unserer unseren Arbeitsgruppenleiter/innen formuliert ist, desto mehr Erfolg werden Sie damit haben. Emails, denen man anmerkt, dass sie in gleicher oder ähnlicher Form an viele Adressaten geschickt worden sind, werden oft aus Zeitgründen gar nicht beantwortet. Richtet sich eine Kontaktaufnahme jedoch spezifisch an eine Person und kommt darin zum Ausdruck, dass sich der Absender/die Absenderin vorher mit den Inhalten der Forschungsarbeit in der entsprechenden Arbeitsgruppe beschäftigt hat und sich für diese Inhalte interessiert, dann können Sie zuverlässig mit einer Antwort rechnen – auch wenn das in einigen Fällen eine negative Antwort sein mag, z.B. weil gerade keine geeigneten Themen für eine medizinische Dissertation frei sind!

    Also: Nutzen Sie unsere Homepage, um sich über die Forschungsarbeiten am IHM zu informieren und recherchieren Sie in PubMed, was die einzelnen Arbeitsgruppen in letzter Zeit publiziert haben. Zeigen Sie in Ihrer Email, dass Sie sich mit den Inhalten auseinandergesetzt haben und wenden Sie sich spezifisch an den/die für Sie relevanten AG-Leiter/in.

     Das heißt natürlich nicht, dass Sie sich nicht parallel bei mehreren AG Leitern bewerben können – nutzen Sie ihr gutes Recht, verschiedene Möglichkeiten zu sondieren – aber bitte nicht in cc an alle! Manchmal ist ein Anruf oder ein Besuch auch heute noch eine gute Option.

     

    4.     Geben Sie sich Mühe bei Ihrer Kontaktaufnahme

    Bei Ihrer Bewerbung gilt: Sie müssen für sich werben und Ihre Ansprechpartner überzeugen, dass es sich lohnt, mit Ihnen zu sprechen! Kontaktaufnahmen wie:

    „Hey Prof!, ich würde gern eine Doktorarbeit machen. Könnten Sie mir bitte 2-3 Themen zur Auswahl vorschlagen? LG, XY!“

    sind selten erfolgversprechend. Deswegen:

    •  Achten Sie auf die äußere Form!
    • Überzeugen Sie den Adressaten / die Adressatin von sich als Person, in dem Sie zeigen, dass Sie sich mit den o.g. Punkte auseinandergesetzt haben!
    • Ein Lebenslauf gehört zu jeder Bewerbung dazu – weisen Sie auch auf besondere Aktivitäten, Kurse Fortbildungen hin, die Sie schon absolviert haben!
    • Auch gute Noten können überzeugen. Deswegen: Hängen Sie aussagekräftige Studienergebnisse (z.B. Physikumszeugnis als pdf) an die Bewerbung an!

     

    Und zuletzt:

    Auch wenn bisher vor allem von den Herausforderungen einer experimentellen Arbeit die Rede war – eine solche Promotion kann und wird Ihnen eine Vielzahl von neuen und interessanten Erfahrungen bieten und Sie – im Austausch mit Ihrer Arbeitsgruppe und auch mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, z.B. im Rahmen von nationalen und internationalen Kongressen - mit den Grundzügen des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut machen. Deshalb:

    Wenn Sie Interesse an einer Promotion am Institut für Hygiene und Mikrobiologie haben, dann freuen wir uns sehr auf Ihre Bewerbung!

     

     

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    Institut für Hygiene und Mikrobiologie
    Josef-Schneider-Straße 2
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