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    Institut für Hygiene und Mikrobiologie

    Medizinische Mykologie

     

    Die medizinische Mykologie beschäftigt sich mit Infektionen des Menschen, die durch Pilze ausgelöst werden. Humanpathogene Pilze verursachte sowohl oberflächliche Infektionen wie beispielsweise Fußpilz als auch Infektionen der inneren Organe und Blutstrominfektionen bis hin zur Sepsis. In Europa sind nahezu ausschließlich Menschen mit einer stark eingeschränkten Immunabwehr betroffen. Vor allem in Nord- und Südamerika gibt es dagegen auch Pilze, die gesunde Menschen infizieren können. Die Erreger gelangen meist in Form von Sporen über die Atemluft in den menschlichen Organismus oder dringen über Schleimhäute in den menschlichen Organismus ein. Von den derzeit ca. 100.000 bekannten Pilzarten ist nur ein geringer Bruchteil in der Lage, invasive Mykosen hervorzurufen. Diese relevanten Arten finden sich in allen Großreichen der Pilze (Asco- und Basidiomycota, Mucoromycotina,…). Invasive Pilzinfektionen haben in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen, insbesondere weil die Zahl der Risikopatienten durch die Entwicklungen in der modernen Medizin und die demographische Entwicklung mit einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung steigt. Allen invasiven Pilzinfektionen ist eins gemeinsam: Sie sind schwer zu diagnostizieren und mit einer überdurchschnittlich hohen Sterblichkeit verbunden. Daher beschäftit sich der Lehrstuhl für Medizinische Mikrobiologie und Mykologie als einziger medizinisch mykologischer Lehrstuhl in Deutschland gezielt mit systemischen Pilzinfektionen. Dabei besteht eine enge Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) und dem Zentrum für Innovationskompetenz Septomics

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